Die Optikernetz-Redaktion erhielt heute einen Anruf eines Kollegen, der gestern eine vermeintliche Bewerbung per E-Mail erhielt und deren Anlage, eine Zip-Datei, öffnete. Darin befand sich ein Trojaner, der sofort seinen Computer befiel. Gegen 1.500 Euro in Bitcoins sollen die Daten auf dem Rechner wieder lesbar werden.

Bei der in der E-Mail enthaltenen Schadsoftware handelt es sich offenbar um die Ransomware „GermanWiper“, vor der unlängst die Sicherheitsexperten des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) warnten.
Vor Hintergrund des Fachkräftemangels auch in unserer Branche kann davon ausgegangen werden, dass Bewerbungs-E-Mails auf ein gesteigertes Interesse bei Unternehmern in der Augenoptik stoßen. Hinzukommt, dass es die vor wenigen Wochen losgesprochenen Gesellinnen und Gesellen auf dem Arbeitsmarkt der Branche erwartet werden.

Ob Initiativbewerbung oder aus welchem Grund auch immer: Es schadet nicht, unangekündigte E-Mails von unbekannten Absendern einige Tage ungeöffnet zu lassen und den Anhang – wenn überhaupt – erst dann zu öffnen, nachdem der Virenscanner auch dann nicht angeschlagen hat. Schadsoftware wird in ständig neuen Varianten verbreitet. Namhaften Antivirenprogrammen mit permanenten Updates sind diese nach kurzer Karenzzeit bekannt. Vergewissern Sie sich in regelmäßigen Abständen, dass Ihr Virenscanner auch tatsächlich Updates bezieht und die Signaturen einem aktuellen Datum entsprechen.

Glück im Unglück: Bei dem Computer des Kollegen handelte es sich nur um einen zusätzlichen Bürocomputer, sodass keine wichtigen Daten verloren gingen. Der von ihm eingesetzten Antivirensoftware war die Variante der Schadsoftware noch nicht bekannt.



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