Viele Augenoptiker können im Bereich der Raumkosten zukünftig auf Entlastungen hoffen. Bereits seit einiger Zeit gehen die Mieten zurück oder steigen zumindest nicht mehr. Jetzt scheint auch das Ende steigender Mieten in den Großstädten nahe.

Der Immobilienverband Deutschland (IVD) teilt in einer Veröffentlichung mit, dass bei Ladenflächen für den Einzelhandel in Zukunft keine große Preisentwicklung zu erwarten ist, die Mieten sollen stagnieren oder in vielen Bereichen sogar sinken.

Aus den Regionen Deutschlands kommen gleichlautende Meldungen. Im Ruhrgebiet gab es die deutlichsten Veränderungen in Bochum. Dort kam es selbst in Toplagen erneut zu teils zweistelligen Abschlägen. Insgesamt stagnieren in den Metropolen und Städten mit mehr als 500.000 Einwohnern die Höhe der Ladenmieten in 1-A-Lagen auf Vorjahresniveau.

Eine nennenswerte Bewegung der Ladenmieten nach oben ist allenfalls in sehr großen Städten zu verzeichnen und das in den absoluten 1-A-Lagen. Aber hier finden sich traditionelle Augenoptiker nur noch in Ausnahmefällen, da Erlöse und Raumkosten schon länger nicht mehr zusammenpassen.

Bei den mittelgroßen Städten (100.000 bis 300.000 Einwohner) stagnieren die Mieten oder es gibt sogar schon Preisabschläge. Beispiele sind die Städte Aachen und Neuss in NRW. Dort gaben die Preise über alle Lagen nach, teilweise bis zu 16 Prozent.

Selbst in ehemalig hoch attraktiven Innenstädten nehmen die Leerstände zu, was vorrangig auf den Druck durch den Online-Handel zurückzuführen ist.

Besonders auffällig und eklatant ist der Mietpreisverfall in Städten zwischen 5.000 und 10.000 Einwohnern und das besonders, wenn sich größere Städte in der Nähe befinden.

Für Augenoptiker heißt dies, sich die lokale Marktsituation genau anzuschauen, um bei Auslaufen eines Mietvertrags, bzw. Ausübung einer Option mit dem Vermieter in Verhandlungen einzutreten. Auch die Laufzeit von Mietverträgen bei Augenoptikern nimmt ab. War es früher üblich, lange Mietverträge abzuschließen, um Planungssicherheit zu haben, geht man mehr und mehr dazu über, flexibler zu bleiben, um bei einer lokale Veränderung der Standortqualität reagieren zu können.



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