Gestern (24. März 2020) hat sich der Zentralverband der Augenoptiker und Optometristen (ZVA) in einem Schreiben an das Bundesgesundheitsministerium gewandt. Darin geht es um die dringend notwenige Ausstattung deutscher Augenoptiker mit Desinfektionsmittel und Schutzmasken.

Von den bundesweiten Schließungsanordnungen der meisten Geschäftsbetriebe seien die Augenoptikbetriebe zu Recht ausgenommen, da allein sie die Sehhilfenversorgung in Deutschland sicherstellen. In dem Schreiben heißt es: „Laut der aktuellen Brillenstudie des Instituts für Demoskopie Allensbach aus dem Jahr 2019 gibt es in Deutschland 41,1 Millionen Brillenträger. Unter ihnen natürlich auch Ärztinnen und Ärzte, Krankenschwestern und Krankenpfleger, Mitarbeiter von Apotheken, den Ordnungs– und Sicherheitsbehörden, den Energie- und Wasserversorgern, des Transport- und Personenverkehrs. All diese Personen sind für die Erledigung ihrer wichtigen Aufgaben auf ein gutes Sehvermögen angewiesen. Gleiches gilt aber auch für den Rest der Bevölkerung; für alle Menschen ist das gute Sehen für die Informationsaufnahme und für die Vermeidung von Unfällen von hoher Bedeutung. Sie müssen auch im Falle einer sich weiter verschärfenden Krise durch Augenoptiker mit Sehhilfen versorgt werden dürfen und können, vor allem in dem Fall, in dem die bisherige Brille oder die bisherigen Kontaktlinsen beschädigt sind oder verloren werden. Um diese Aufgabe auch weiterhin ausüben zu können, müssen auch die Augenoptikbetriebe mit entsprechender Schutzausrüstung, also mit geeigneten Mund-Nase-Schutzmasken, sowie mit Desinfektionsmittel ausgestattet werden. Gerade bei der Bestimmung der Sehschärfe, der anatomischen Anpassung von Korrektionsbrillen sowie bei der Kontaktlinsenanpassung kann der geforderte Abstand von 1,5 Metern nicht eingehalten werden.“

In den letzten Tagen häufen sich in den Geschäftsstellen der Innungen sowie in der Geschäftsstelle des Zentralverbands Anfragen besorgter Augenoptiker, die weder Schutzausrüstung noch Desinfektionsmittel mehr haben und in der derzeitigen Situation auch keines bekommen.

Der ZVA formuliert daher einen dringenden Appell: „Wir bitten Sie daher dringend, auch die Augenoptikbetriebe mit Schutzausrüstung und Desinfektionsmittel auszustatten und diesen Umstand bei den weiteren Planungen zu berücksichtigen.“

Noch gibt es keine Reaktion von Seiten des Ministeriums auf diese Anfrage. Wir halten Sie auf dem Laufenden.

 



Augenoptiker- und Optometristenverband NRW
(Landesinnungsverband)
Ruhrallee 9
44139 Dortmund

Telefon 0231 55 22-100
Fax 0231 55 22-111
E-Mail info(at)aov-nrw.de ×